Asus Notebook Akku N51VF Preisvergleich

Die mobile Workstation Dell Precision 3510 ist ein günstiges Einsteigermodell mit vielen positiven Eigenschaften. Warum die Testkonfiguration unter dem Strich dennoch nicht überzeugt, lesen Sie in folgendem Testbericht.
Dell ist eine der ersten Adressen, bei der man sich umschaut, wenn die Anschaffung einer neuen mobilen Workstation ins Haus steht. Dass dieses Vorhaben hier wie bei anderen Herstellern kein billiges Unterfangen wird, liegt in der Natur der Sache. Mobile Workstations sind leistungsstarke Business-Geräte, die neben einer umfangreichen Schnittstellenausstattung vor allem durch vielfältige Support-, Garantie- und Wartungsoptionen auf sich aufmerksam machen. Dazu kommen oft sehr individuelle Konfigurationsmöglichkeiten, um sein neues Arbeitsgerät perfekt an die persönlichen Bedürfnisse anpassen zu können.

Das Dell Precision 3510 ist derzeit eine der günstigsten Möglichkeiten, an ein aktuelles Arbeitsgerät dieser Notebook-Klasse zu gelangen. Unser Testgerät verfügt über eine Intel Core i7-6700HQ Quadcore-CPU, 16 GB DDR4-RAM, AMDs FirePro W5130M-Grafik, eine 256-GB-NVMe-SSD und ein mattes TN-HD-Display. Der Preis beträgt zum Testzeitpunkt in Dells Online-Shop ca. 1.900 Euro (brutto), die Serie ist ab etwa 1.400 Euro zu haben. Die Straßenpreise bei den Händlern beginnen bei knapp 1.300 Euro.
Das Gehäuse der Dell Precision 3510 Workstation entspricht den aktuellen Latitudes der 5000er Serie und bietet damit die gleichen hervorragenden Business-Eigenschaften. In dezenten Schwarz- und Grautönen legt das Arbeitsgerät die oft gewünschte Zurückhaltung an den Tag und bietet damit die besten Voraussetzungen, sich voll und ganz auf das nächste Projekt konzentrieren zu können.

Die Baseunit ist sehr verwindungssteif, die Handballenablage fest, und die Displayscharniere halten den Bildschirm sehr gut in Position. Überdurchschnittlich stabil zeigt sich auch der Displaydeckel, der sich mit angemessenem Zug und Gegenzug nur wenig verformen lässt. Das Testgewicht beträgt recht moderate 2.420 g, wobei man das klobige Netzteil (610 g) dank der guten Akkulaufzeiten meist zu Hause lassen kann.
Ein Highlight in dieser Preisklasse ist sicherlich der vollwertige Thunderbolt-3-Anschluss. Dieser ist derzeit allerdings nicht für die i5-Modelle verfügbar, was für manchen Anwender einen nicht unerheblichen Einschnitt bedeuten dürfte. Über diese eine Schnittstelle lassen sich schnelle Thunderbolt 3-Massenspeicher mit maximal 40 Gbit/s, USB 3.1 Gen.2- Laufwerke mit bis zu 10 Gbit/s ansprechen und externe 4k-Bildschirme mit ihrer nativen Auflösung bei 60 Hz betreiben.

Natürlich passen hier auch Dells neue Thunderbolt Docks, die zukünftig wohl die ebenfalls noch verwendbaren proprietären Dockingstations (Anschluss an der Unterseite) verdrängen werden. Ansonsten findet man hier auch noch einen analogen VGA-Anschluss und den im Consumer-Bereich etablierten HDMI-Port. Akku Asus N75SF .

Vervollständigt wird das gut positionierte Schnittstellenangebot durch drei USB-3.0-Anschlüsse, einen UHS-II-Kartenleser und den kombinierten 3,5-mm-Klinke-Audioport.
Der UHS-II-Kartenleser von Realtek ist per PCIe angebunden und liefert mit unserer Speicherkarte von Toshiba sehr gute Werte. Mit über 200 MB/s beim Lesen und 122 MB/s beim Schreiben werden die Möglichkeiten der Toshiba Exceria Pro UHS-II mit 64 GB sehr gut ausgereizt.
Die Funkausstattung deckt beim Testgerät Dualband-WLAN nach dem AC-Standard und Bluetooth 4.2 ab. Beide haben im Test einen guten Eindruck hinterlassen und mit unauffällig schnellen Datenraten gearbeitet. Ergänzend kann man sein Dell Precision 3510 bereits bei der Konfiguration oder nachträglich mit einem WWAN-Modul (etwa 115 Euro brutto) für mobiles Internet ausstatten. Die Antennen liegen bereits beim reservierten M.2-Steckplatz bereit, und die SIM-Karte lässt sich komfortabel über eine am Heck platzierte Schublade einlegen.

Ansonsten findet man natürlich auch noch den obligatorischen GigabitLAN-Anschluss, der auch eine kabelgebundene Netzwerkintegration ermöglicht. Webcam und Dual-Array-Mikrofon reichen für die üblichen Videochats aus. Die Bildqualität der Kamera ist bei guten Lichtverhältnissen passabel, quittiert eine Verschlechterung der Bedingungen, aber schnell mit zunehmendem Rauschen und verblassenden Farben.
Laut Dells Konfigurationsliste muss man sich bei der Sicherheitsausstattung scheinbar zwischen dem Fingerabdruck-Scanner und dem Smartcard Reader entscheiden. Beides gibt es wohl nicht gemeinsam in einem Gerät. Das würde auch erklären, warum unser Testgerät keinen Fingerabdruck-Scanner, aber einen Smartcard Reader verbaut bekommen hat.

Ansonsten verfügt das Dell Precision 3510 über ein Trusted Platform Modul 1.2 und die üblichen Passwort-Sicherungen auf BIOS- und Systemebene. Als handfesten Schutz vor Diebstahl kann man wie gehabt auf Kensingtons Kabelschlösser zurückgreifen, für die das Testgerät an der rechten Seite die passende Vorbereitung mitbringt.

Dell bietet wie für die entsprechende Latitude-Serie ein recht umfangreiches Zubehörprogramm an. Ein kleinerer Akku, alte proprietäre und neue Thunderbolt-3-Docking-Stationen sowie universelles Zubehör, das nicht nur serien-, sondern auch herstellerübergreifend eingesetzt werden kann.

Die Wartungs- und Aufrüstmöglichkeiten sind trotz anwenderfreundlich verschraubter Unterbodenabdeckung nicht auf dem Niveau angesiedelt, wie man das zum Beispiel vom Dell Precision 7510 her kennt. Beim Blick ins Innere wird auch schnell klar, warum man in Dells Online-Konfigurator den großen 84-Wh-Akku nicht mit einem 2,5-Zoll-Laufwerk oder ein 2,5-Zoll-Laufwerk nicht mit einem M.2-Laufwerk kombinieren kann. Die dafür vorgesehenen Räume überlappen sich und schließen je nach Komponentenwahl die jeweils konkurrierende Komponente schlicht und einfach aus Platzgründen aus.

Ansonsten sind alle Komponenten gut erreichbar, der Akku ist verschraubt, und auch die Lüfter lassen sich im Bedarfsfall einfach reinigen. Der Arbeitsspeicher lässt sich beim Precision 3510 auf maximal 32 GB ausbauen, da hier selbst bei den Quadcores kein dritter und vierter Steckplatz verfügbar ist. Welche Komponenten man wie erreicht und austauscht, darüber kann man sich in Dells Owners Manual zum Precision 3510 informieren.
Die Herstellergarantie beträgt – wie für diese Klasse üblich – von Haus aus 36 Monate (Basic Support) und kann je nach Bedarf erweitert werden. Eine Erweiterung auf 4 Jahre ProSupport mit Vor-Ort-Service kostet zum Beispiel etwa 330 Euro zusätzlich.
Die vielschreibertaugliche Tastatur des Dell Precision 3510 verfügt über große Tasten im 19-mm-Raster und ist mit einem separaten Nummernblock ausgestattet. Die Tastaturmatte liegt fest auf, wippt nicht nach und vermittelt einen guten Druckpunkt. Die Beschriftung ist kontraststark ausgeführt und wird durch die 2-stufige Tastaturbeleuchtung angemessen unterstützt.

Das Touchpad verfügt über sehr gute Gleiteigenschaften und nimmt Eingaben sehr zuverlässig an. Die separaten Touchpad-Tasten zeigen sich beim Drücken leichtgängig und leise. Die üblichen Mehrfingergesten werden unterstützt. Im Touchpad-Treiber kann man weitere Funktionen freischalten oder verzichtbare Funktionen deaktivieren. Akku Asus N56V .

Der im Business-Bereich gern gesehene Trackpoint ist eine gute Alternative zum Touchpad und verfügt über eigene Eingabetasten oberhalb des Touchpads. Vom Komfort her erreicht diese Lösung aber nicht ganz das Niveau der ThinkPads, da die nach innen gewölbte Oberfläche kaum über die umliegenden Tasten hervorragt und somit die Bedienung etwas erschwert.

In einem Notebook von knapp 2.000 Euro – zumal es sich hier um eine mobile Workstation handelt – sollte man eigentlich ein Display angemessener Qualität erwarten können. Das trifft auf die Testkonfiguration leider gar nicht zu. Das hier verbaute TN-Panel von LG Philips kann man ohne Weiteres auch in den billigsten Einsteiger-Notebooks unter 500 Euro vorfinden. Dabei stört noch nicht einmal die geringe Auflösung mit ihren 1.366 x 768 Bildpunkten. Vielmehr ist es die Summe der übrigen Eigenschaften, die durchweg deutlich unter dem sonst üblichen Durchschnitt angesiedelt ist.
Die maximale Helligkeit erreicht am linken Displayrand 223 cd/m² und fällt in der rechten oberen Ecke auf 185 cd/m² ab. Letztendlich erreicht der Bildschirm eine befriedigende Ausleuchtung von 83 %, die allerdings nur bei einfarbigen Bildinhalten eine schwache Wolkenbildung erkennen lässt. Im Akkubetrieb bleibt die maximale Helligkeit konstant und sorgt mit der matten Oberfläche dafür, dass auch ein Außeneinsatz mit bedachter Platzwahl möglich ist.
Wirklich Spaß macht das Arbeiten mit diesem Bildschirm aber generell nicht, da weder der Kontrast (498:1) noch die darstellbaren Farben (62 % sRGB) heutige Ansprüche abdecken. Je nach Blickwinkel sind farblich schwach abgesetzte Bereiche auf Internetseiten nicht erkennbar, sondern verschwinden in einem einheitlichen Farbbrei. Entsprechend schlecht fällt auch die Farbtreue aus. Während die durchsnittlichen Werte beim Colorchecker (Mischfarben) sichtbar gedrückt werden können, treten bei den Grundfarben nach wie vor hohe Abweichung mit einem DeltaE 2000 von bis zu 8,5 (Blau) auf.
Aber selbst dieser Wert ist nur in einem eng begrenzten Winkel vor dem Bildschirm gültig. Bereits geringe Abweichungen von der idealen Sitzposition vor der Bildschirmmitte sorgen für eine Veränderung der Bildinhalte. Helligkeit, Kontrast- und Farbdarstellung verschlechtern sich und können je nach Displayneigung in ein starkes Invertieren oder Ausbleichen übergehen.

Unter dem Strich ist das hier verbaute Display nicht mehr zeitgemäß. Selbst in einem billigen Einsteiger-Notebook wünscht man sich eine solche Anzeige heutzutage nicht mehr. Auch wenn Dell dieses Panel als günstige Einstiegslösung offeriert, so passen die Eigenschaften erst recht nicht zur anvisierten, professionell arbeitenden Zielgruppe.

Das Dell Precison 3510 verfügt in der Testkonfiguration über eine solide Leistungsausstattung. Mit leistungsstarker Intel Core i7-6700HQ-CPU, 16 GB RAM und schnellem M.2-NVMe Solid State Drive dürften viele Anwender glücklich werden. Eine klare Abgrenzung gegenüber den leistungsstärkeren Dell-Precision-7510-Workstations erfolgt beim Dell Precison 3510 über die Grafikeinheit. Hier hat man keine Wahl, sondern wird immer mit AMDs FirePro W5130M beliefert.
Der Intel Core i7-6700HQ Vierkerner ist ein leistungsstarker Prozessor, der dank Hyperthreading und TurboBoost immer die für die jeweilige Anforderung bestgeeignete Arbeitsweise einsetzen kann. Single-Thread-Anwendungen profitieren von den hohen Taktraten von bis zu 3.500 MHz, und die Multithread-Software kann bis zu 8 Threads gleichzeitig befeuern.

Bei den Benchmarks positioniert sich der Prozessor etwas hinter der ebenfalls für das Precision 3510 erhältlichen Intel Xeon E3-1505-CPU. Mit Leistungsunterschieden zwischen 20 und 9 Prozent fällt der Verzicht aber recht moderat aus. Grundsätzlich würde man eh aus anderen Gründen zum Xeon Prozessor greifen. Dazu gehören eine verbesserte Dauerlast-Performance und die Verwendung eines ECC-Speichers, der mit seiner Fehlerkorrektur bei last- und speicherintensiven Anwendungen eine verbesserte Stabilität und Genauigkeit verspricht. Ob die überschaubaren Leistungsvorteile der Xeon CPU beim Dell Precision 3510 letztlich zum Tragen kommen, scheint ungewiss.

Beim Stresstest fällt nämlich der Prozessortakt der Intel Core i7-6700HQ schon nach etwa einer Stunde mit 2.300 MHz deutlich unter den Basistakt von 2.600 MHz. HWinfo zeigt hier Kerntemperaturen von bis zu 99 °C an. Dass hier kühlungstechnisch noch Spielraum besteht, ist daher eher unwahrscheinlich. Dauerhaft mit angezogener Handbremse fährt in diesem Szenario eh schon die AMD FirePro W5130M, die laut GPU-Z mit nur 475 MHz rechnet.
Die Systemleistung des Testgeräts profitiert im Anwendungsbereich durch eine ausgeglichene Komponentenbestückung. Ausbremsende Faktoren können abseits der verbauten Prozessor- und Grafikeinheiten nicht ausgemacht werden. Die 16 GB DDR4-RAM sind auf zwei Module verteilt und arbeiten im Dual-Channel-Modus.

Für besonders kurze Reaktionszeiten sorgt das flotte Solid State Drive. Dieses könnte höchstens etwas mehr Speicherplatz aufweisen, da man kein zweites Laufwerk integrieren kann. Unter dem Strich reichen die in den Benchmarks erzielten Ergebnisse, um sich mal eben vor die etablierte Konkurrenz zu setzen. 5.258 Punkte beim PCMark 8 Work Test ist ein sehr gutes Ergebnis.
Neben der fest vorgegebenen Grafikeinheit ist die Speicherbestückung ein weiterer wichtiger Punkt, in dem sich das Dell Precision 3510 von möglichen Alternativen unterscheidet. Obwohl grundsätzlich ein Steckplatz für ein M.2-Laufwerk und ein Bereich für ein 2,5-Zoll-Laufwerk vorhanden sind, lassen sich nicht beide Speicheroptionen gleichzeitig integrieren. Wegen der beengten Platzverhältnisse im Gehäuse überlappen sich beide Bereiche, sodass man sich hier letztlich zwischen den beiden Varianten entscheiden muss. Wenn man hier irgendwann den Speicherplatz erhöhen möchte, muss man das vorhandene Laufwerk ersetzen oder auf externe Lösungen ausweichen.

Die im Testgerät verbaute Samsung SM951 ist per PCIe angebunden und versteht sich auf das NVMe-Protokoll. Mit Datenraten von knapp 1.900 MB/s und kurzen Zugriffszeiten sorgt diese Speicherlösung für ein hohes Geschwindigkeitsgefühl beim Starten von Programmen, Verschieben von Ordnern und Kopieren von Dateien.
Neben der im Prozessor integrierten Intel HD Graphics 530 ist die mobile Workstation generell mit einer dedizierten professionellen Grafikeinheit ausgestattet. Mit einem speziellen BIOS, eigenen zertifizierten Treibern und optimierter Hardware grenzt sie sich deutlich von den Consumer-Chips der Radeon Serie ab. Akku Asus X53E .

AMDs FirePro W5130M gehört im professionellen Bereich zu den Mittelklasse-GPUs und konkurriert in erster Linie mit Nvidias Quadro M1000M. Laut Datenblatt erreicht sie einen Kerntakt von bis zu 925 MHz und verfügt über 2 GB GDDR5-Grafikspeicher. Dieser ist über einen 128 bit breiten Speicherbus angebunden und läuft mit bis zu 1.000 MHz.

Im professionellen Bereich testen wir die Leistungsfähigkeit der GPUs mit den SPECviewperf.11 und SPECviewperf. 12 Benchmarks. Hier werden im Wesentlichen die Einsatzgebiete CAD, CAM, Geologie und ein medizinisches MRT abgehandelt. Bei den meisten Teilsequenzen kommen OpenGL Optimierungen zum Einsatz, die von den speziellen Profi-Treibern profitieren. In diesen Einsatzgebieten können sich die professionellen Lösungen meist deutlich von den Grafikchips der Radeon und Geforce Serien absetzen. Zum Vergleich haben wir in den Balkendiagrammen auch eine Nvidia Geforce GTX 960M mit aufgeführt.

Innerhalb der professionellen Vergleichsgruppe zeigen die Ergebnisse, dass sich die AMD FirePro W5130M im Dell Precision 3510 in allen Testsequenzen der Nvidia Quadro M1000M deutlich geschlagen geben muss. Zum einen hat Nvidia mit dem Umstieg auf die Maxwell Architektur einen großen Schritt vollzogen und ein ordentliches Leistungsplus generiert. Zum anderen arbeitet AMDs FirePro im Dell Precision 3510 oft mit angezogener Handbremse.

Die von uns beobachteten Taktraten liegen unter Last oft weit von den maximal möglichen 925 MHz entfernt. Im Stresstest fällt die Taktung nach wenigen Sekunden zunächst auf 675 MHz, um danach recht schnell auf dauerhafte 475 MHz weiter abzusinken. Selbst diese Maßnahme hält die Emissionen nur für etwa 1 Stunde im Zaum, da sich danach auch die CPU-Geschwindigkeit unter den Basistakt von 2.600 MHz bewegt.

Hier scheint Dell aus thermischen Gründen im recht schlanken Latitude Gehäuse Sicherheitsgrenzen eingezogen zu haben, um letztlich die Hitze- und Geräuschentwicklung in angemessenen Grenzen halten zu können. Unter dem Strich reicht die Performance zwar, um sich gegenüber der AMD FirePro W4190M aus dem HP ZBook 15u G3 behaupten zu können, andererseits rechnet Nvidias Quadro M1000M beim SPECviewperf. 12 oft doppelt so schnell.
Neben den OpenGL optimierten Profianwendungen gehört zum Haupteinsatzgebiet auch übliche DirectX Software. Hier zeigt sich das gleiche Bild wie bei den Profitests: Die Leistungsfähigkeit fällt gegenüber der Nvidia Konkurrenz auch hier deutlich zurück. Je nach Testsequenz haben wir eine Minderleistung von 15 bis 60 Prozent ermittelt. Beim 3DMark Cloud Gate werden zum Beispiel gerade mal 14.502 Punkte erzielt, während Nvidias Quadro M1000M im schlanken Dell Precision 5510 23.777 Punkte erreicht.

Obwohl die AMD FirePro W5130M beileibe keine Spielgrafik sein will, reicht die Performance durchaus für das eine oder andere Spielchen zwischen zwei Meetings aus. Da der verbaute Bildschirm eh nur 1.366 x 768 Bildpunkte darstellen kann, ist es durchaus möglich, so manchen Qualitätsregler etwas noch oben zu ziehen. Ansonsten reicht die Rechen-Power der Profigrafik für mittlere und je nach Titel auch hohe Qualitätseinstellungen. Die Full-HD-Tests haben wir mit Hilfe eines externen Bildschirms durchgeführt.

Weitere Testergebnisse zur AMD FirePro W5130M und zur Nvidia Quadro M1000M findet man in unserer umfangreichen Spiele-Benchmarkliste.
Das Dell Precision 3510 arbeitet in vielen Situationen lautlos oder sehr leise. Unter mittlerer Last arbeitet das Kühlsystem mit 38,1 dB(A) aber schon deutlich hörbar. Positiv zeigt sich hier, dass dieser Schalldruckpegel erst nach ein paar Minuten erreicht wird, und kurze Lastphasen vom Lüfter nahezu unberücksichtigt bleiben. Im Gegenzug reduziert sich die Lüfterdrehzahl nach Wegfall einer längeren Rechenlast wieder recht schnell und belastet den Anwender nicht mit unnötig langen Nachlaufzeiten. Akku Asus G73JH .

Die Maximallautstärke haben wir bei voller Auslastung von CPU und GPU gemessen. Der Schalldruckpegel erreicht dann bis zu 44,4 dB(A) und kann auf Dauer schon störend wirken. Die Geräuschcharakteristik zeigt sich hier wie auch bei den anderen Lastphasen unauffällig und ist frei von hochfrequenten oder pulsierenden Emissionen.
Bei wenig Last bleibt das Gehäuse mit maximal 31,5 °C am zentralen Unterboden recht kühl. Unter Volllast kommt das recht schmale Gehäuse zumindest stellenweise an seine Grenzen und gibt am Unterboden bis zu 59,4 °C an die Umwelt ab. Direkt am Luftausgang haben wir sogar 66,9 °C gemessen. Neben den durch HWinfo angezeigten CPU-Temperaturen zeigt sich hier ein weiteres Indiz, das für ein Erreichen der thermischen Grenzen des Gehäuses und des Kühlsystems spricht. Reserven für leistungsstärkere Komponenten scheinen hier nicht mehr gegeben zu sein.
Die im Dell Precision 3510 frontseitig verbauten Lautsprecher liefern einen höhenlastigen Sound mit wenig Mitten und Bässen. Die Maximallautstärke erreicht unverzerrte 76 dB(A) und dürfte für kleinere Präsentationen ausreichen. Der 3,5-mm-Klinke-Anschluss vereint Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang. Ältere Headsets mit separaten Kabeln benötigen einen Adapter. Externe Boxenlösungen können zum Beispiel per USB oder Bluetooth integriert werden.
Die Leistungsaufnahme bewegt sich beim Dell Precision 3510 in der Testkonfiguration zwischen 4,2 Watt und 92,2 Watt. Mit ausgeschaltetem Display kann der Minimalverbrauch sogar auf 2,5 Watt gedrückt werden. Mit praxisgerechten Einstellungen (Funk an, Displayhelligkeit 150 cd/m², ausgeglichenes Profil) bleibt die Leistungsaufnahme im Betrieb mit etwa 8 Watt recht zurückhaltend. Das sind gute Voraussetzungen für den mit 84 Wh üppig bemessenen Akku. Alternativ bietet Dell eine kleinere Variante mit 62 Wh an, die auch zwingend erforderlich ist, um ein 2,5-Zoll-Laufwerk anstelle der M.2-SSD zu integrieren.
Die im Test erzielten Akkulaufzeiten sind für eine mobile Workstation fast schon phänomenal. Neben gut abgestimmten und sparsamen Komponenten, die im Leistungsbereich zudem etwas gedrosselt werden, wirkt sich hier natürlich der kapazitätsstarke Akku äußerst positiv aus.

Insgesamt sind mit der Testkonfiguration Laufzeiten zwischen 19 Stunden (im Lesemodus bei minimaler Displayhelligkeit und ausgeschalteten Funkmodulen) und knapp 2 Stunden (Battery Eater Classic Test, maximale Helligkeit, Funk an, Höchstleistungsprofil) möglich. Mit üblichen Einstellungen (150 cd/m², ausgeglichenes Profil) kann man in der Praxis mit einer Arbeitszeit von um die 9 bis 10 Stunden rechnen.

Das Laden des Akkus geht bis 90 % mit 1:39 Stunden recht schnell, nimmt sich für die letzten 10 % allerdings noch mal weitere 45 Minuten.
Das Dell Precision 3510 ist ein sichtlich auf Mobilität getrimmtes Arbeitsgerät. Mit relativ schlanker Linie, langen Akkulaufzeiten und robustem Gehäuse bietet es sich für einen Einsatz im Außendienst geradezu an. Weitere Vorteile dieser mobilen Workstation zeigen sich im Bereich der gelungenen Schnittstellenausstattung und der verfügbaren Garantie- und Support-Optionen.

Auch preislich ist die Serie angemessen positioniert und bietet einen preiswerten Einstieg in die Welt der mobilen Workstations.

Im entscheidenden Kernbereich, der Rechenleistung, muss man bei diesem Modell jedoch erste Einschnitte hinnehmen. Die Leistungsfähigkeit reduziert sich unter anhaltender Last stetig, und die Emissionen erreichen in diesem Zustand einen teils unangenehmen Bereich. Ebenfalls suboptimal stellen sich die Aufrüstmöglichkeiten und die generelle CAD-Performance dar. Hier hat so manches Konkurrenzmodell einfach mehr zu bieten. Akku Asus N51VF .

Während man diese Nachteile je nach Anspruch und Einsatzgebiet noch gut in Kauf nehmen kann, dürfte das im Testgerät verbaute Display bei kaum einem Anwender auf Gegenliebe stoßen. Wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein professionell ausgerichtetes Arbeitsgerät handelt, dann passen Auflösung, Helligkeit, Kontrast, Farbraumabdeckung, Ausleuchtung und Blickwinkelstabilität sicherlich nicht zum Anspruch der anvisierten Klientel.

Zum Glück hat Dell bei den angebotenen Konfigurationsmöglichkeiten im Online-Shop noch die eine oder andere Display-Alternative parat, die dieses Manko bereits vor dem Kauf beheben kann und unter dem Strich dann doch wieder versöhnlich stimmt.

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